Burnout ist keine Krankheit!

Vielmehr ist Burnout ein Verhaltensmuster, dass zur Schädigung des Körpers - also Krankheiten - führen kann!

Immer öfter wird von Burnout als "Volkskrankheit" oder "Fluch der Zeit" gesprochen oder geschrieben. Fakt ist allerdings, dass das Gefühl des ausgebrannt seins durch unser Verhalten entsteht. Wir sollten die seelische und körperliche Überforderung also nicht als Stigma sehen, sondern vielmehr als ein pathologisches Verhalten, ein Aufgeben der eigenen Grenzen und Bedürfnisse.

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Betrachten wir Burnout oder Burn Out näher, zeigt sich sehr rasch, wo meistens die Ursache dafür liegt: anfangs sehr schleichend, später immer deutlicher, geben wir unsere eigenen Grenzen, Wünsche, Bedürfnisse und letztendlich auch Visionen und Ziele auf! Bei Aussagen wie "Mein Chef will, dass ich bis morgen..." oder "In unserer Firma müssen wir bis..." wird uns in der Beratung sehr schnell klar, dass die Bedürfnisse des Individuums von ebendiesem immer mehr, letztendlich völlig, hinter die eines "Druckgebers", einer "höheren Instanz" bzw. hinter die des "Auftraggebers", dem zu gehorchen sei, gestellt werden. Wenn der ehemalige Skispringer Sven Hannawald in der Tageszeitung Die Presse (Ausgabe vom 21.12.2010, Seite 14) meint, "Burn-out ist für viele nur eine Modekrankheit" und die Frage "Wie haben Sie Ihr Burn-out gemeistert?" beantwortet mit "Du brauchst ärztliche Hilfe! (...) Man muss loslassen, auf sein Innerstes hören - es gibt aber kein Rezept." hat er nur teilweise recht! Erstens ist Burnout keine Krankheit und zweitens ist eine Ärztin nicht zwangsweise notwendig, geht es doch - und da hat Hannawald recht - ums Loslassen und darum, wieder auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, auf das eigene Innerste zu hören! -Und dafür brauchen wir nicht unbedingt eine ärztliche Betreuung sondern eher eine Therapie zur Änderung des eigenen Verhaltens, einen begleiteten Prozess der Selbsterfahrung um die eigenen Grenzen (wieder) kennen zu lernen und vor allem eine Vision und Ziele für das eigene Leben! Letztendlich geht es auch und vor allem um die Frage: "Was ist der Sinn meines Lebens? Wofür bin ich eigentlich hier?"

Die 12 Stufen des Burnout im Überblick:

1

Der Drang bzw. Zwang sich zu beweisen
"Idealismus"

2 Verstärkter Einsatz ohne Delegation von Arbeit
"ganz oder gar nicht"
3 Subtile Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse
Vergesslichkeit, nachlässige Ernährung 
4 Verdrängung von Bedürfnissen und Konflikten
absichtliches "Übergehen" von körpereigenen Signalen (Leitsymptom: chronische Müdigkeit), vermehrter Konsum von Kaffee, Nikotin, Medikamenten 
5 Umdeutung von Werten, Desorientiertheit
"die Sache" bestimmt ihre gesamte Lebensgestaltung
6 Verstärkte Verleugnung der auftretenden Probleme
Intoleranz und Bagatellisieren der Situation
7 Rückzug aus der Umwelt, Isolation, Verhaltensänderungen
Zynismus, "aufgesetztes" Verhalten ("Masken")
8 Verflachung des Lebens, beobachtbare Verhaltensänderungen, Besorgnis wird als Kritik gewertet, aggressives, abwertendes Verhalten
9 Depersonalisation, Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit und den eigenen Körper. Wertfühlen ist nicht mehr möglich. Betroffene empfinden weder sich noch andere oder anders als Wert.
10 Innere Leereexistentielles Vakuum, ein Sinnlosigkeitsgefühl breitet sich aus und geht mit einem Leeregefühl einher.
11 Schwere Depression, es ist nichts mehr "los", alles ist freudlos, lustlos, antriebslos. "Losigkeitskrankheit".
12 kompletter Zusammenbruch, völlige Burn-Out-Erschöpfung
mit schweren körperlichen Symptomen bis hin zum Suizid.